Die Ölindustrie und die Gasindustrie sind selbstliquidierend. Das heisst, sie lösen sich über lange Zeiten betrachtet selber auf. Der Beginn dieses Auflösungsprozesses zeigt sich bei den Funden, denn diese gehen zurück. Der Peak der Erdölentdeckungen (graue Fläche in der Grafik unten) wurde schon 1964 erreicht. Seither gehen weltweit die neuen Entdeckungen zurück. Die Erdölindustrie findet zwar immer noch neues Öl und Gas, aber immer weniger und seit den 1980er Jahren wird jedes Jahr weniger neues Öl entdeckt als global konsumiert wird. Zusätzlich werden solche Funde in grossen Meerestiefen, in weit abgelegenen Gegenden oder in politisch instabilen Ländern gemacht und sind oft kaum wirtschaftlich ausbeutbar.
Die Becken und Provinzen der Erde mit reichhaltigen Öl- und Gas Vorkommen sind weitgehend bekannt und auch erforscht. Es gibt kaum mehr „terrae incognitae“ mit einem signifikanten Öl- oder Gaspotential auf der Welt. Geographisch weit abgelegene oder Tiefsee Öl- und Gas-Funde können nur bei sehr hohen Preisen wirtschaftlich entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Bei diesen teuren fossilen Energieträger handelt es sich um das so genannte „stranded Oil/Gas“. Auch Ölsande und Schieferöl, die vor allem in Nordamerika gefördert werden, sind nur schwierig und teuer zu produzieren.