Als erstes ist es wichtig, die Information über Peak Oil unter Freunden und Bekannten zu verbreiten. Nur wenn die Information und das Bewusstsein da sind, wird es möglich sein, sich auf diese grosse Herausforderung konkret vorzubereiten. Konkret und sofort kann man dafür vier Dinge tun:
Wer auf digitalem Weg mithelfen möchte, die Information über Peak Oil zu verbreiten, kann eine E-Mail an Freunde versenden, und auf diese Internetseite aufmerksam machen.
Die ASPO Schweiz hat zudem einen Flyer mit dem Titel „Peak Oil. Was ist das?“ drucken lassen, um Mitglieder zu werben. Wer solche Faltblätter an Freunde und Bekannte verteilen möchte, möge eine Angabe der Anzahl gewünschter Faltblätter an das ASPO Sekretariat schicken sowie ein frankiertes Antwortcouvert. Die Postanschrift finden sie hier. Das ASPO Sekretariat wird Ihnen danach die Faltblätter zukommen lassen.
Unabhängig davon, ob man ASPO Mitglied ist oder nicht, und unabhängig davon, ob man bei der Verbreitung von Informationen über Peak Oil mithelfen mag oder nicht, kann sich jeder persönlich in seinem Leben für nachhaltige Entwicklung, zivile Konfliktlösung, Effizienz und Sparsamkeit beim Energieverbrauch einsetzen.
Auf der politischen Ebene braucht es mehr Zeit. Weil die globalen Peak Oil und Peak Gas Erscheinungen neue Erfahrungen sind, für welche es keine historischen Beispiele gibt, sind sich Experten, Industrie und Politiker in den verschiedenen Ländern heute nicht einig, wie man sich auf die globale Peak Oil Energiekrise vorbereiten soll.
Der Ersatz von Erdöl durch andere Energiequellen ist schwierig, da die Energiekonzentration des Erdöls in der Natur fast einzigartig ist. (10 kcal pro Gramm, dies entspricht einem Tag körperlicher Arbeit). Weil Erdöl eine so wertvolle und dichte Primärenergie ist, wird es eine extreme oder gar unmögliche Herausforderung sein, diese Energiequelle je quantitativ zu ersetzen.
Der Energiemix unterscheidet sich von Land zu Land und setzt sich aus verschiedenen Primarenergiequellen zusammen. Diese können übersichtlich an Hand des so genannten „Zwölferspiels“ dargestellt werden. Es gibt keine weiteren heute verfügbaren Primärenergiequellen ausserhalb des Zwölferspiels.
Die Primärenergiequellen werden zur Herstellung von Wärme, Mobilität und Strom verwendet. Zudem dienen sie auch als Ausgangsmaterial für industrielle Prozesse. Elektrizität und Wasserstoff sind keine Primärenergiequellen, sondern sekundäre Energieträger, die aus einer Primärenergiequelle hergestellt werden müssen. Daher unterscheidet man zum Beispiel zwischen „solarem Wasserstoff“ und „atomarem Wasserstoff“.
Die Primärenergiequellen in der Linie A sind alle nicht erneuerbar und weisen auf der Zeitachse einen Peak auf, dies ist ihr Nachteil. Dafür sind sie stark konzentriert und haben ein grosses Kraftpotential, das ist ihr Vorteil. Die Linie A dominiert die globale Energieversorgung. Die Primärenergien der Linien B und C sind alle erneuerbar und haben keinen Peak, das ist ihr Vorteil. Jedoch ist ihr Kraftpotential kleiner, und ihr Anteil am globalen Energiemix ist noch bescheiden, das ist ihr Nachteil. Daher ist das Fördern der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz, im Feld C 4 als „Joker“ bezeichnet, für die Schweiz und auch für andere Länder von grösster Wichtigkeit.